Was ist eine Blockchain?

Was hat der Bitcoin und die Blockchain-Technologie zu tun miteinander?

Blockchain bedeutet im Englischen Blöcke, die aneinander gekettet werden. Diese Blöcke sind im IT Bereich Datenblöcke, die jeweils die Gegenwart aufzeichnen und wenn ein solcher Block voll ist von Daten, wird er geschlossen und ein neuer Block wird eröffnet, wobei der alte Block stets am Anfang des neuen Blocks gesetzt wird und deshalb ist in einer Blockchain stets die ganze Geschichte, die man aufzeichnete, für immer einsehbar und im Netzwerk und damit in der Blockchain verzeichnet.

Beim Bitcoinprotokoll handelt es sich bei den Datenblöcken um Bitcointransaktionen. Es wird aufgezeichnet, dass Person A einen gewissen Bitcoinbetrag an Person B sendet usw. und genau diese Finanztransaktionen verursachen Daten. Diese Daten werden jede Sekunde grösser, da es immer neue Transaktionen gibt und die vergangenen Daten vor den gegenwärtigen und zukünftigen Transaktionsdaten hingesetzt werden. 
Somit sind alle Bitcointransfers, die getätigt wurden, stets nachvollziehbar und seit Beginn einsehbar. Genau dies ist aber auch der Nachteil, denn es wird immer aufwändiger, die gegenwärtigen Daten aufzuzeichnen. (Dazu später mehr)

Sie müssen sich keine Sorgen machen, dass Ihre persönlichen Finanzen für jedermann ersichtlich sind. Die Transaktionen, die sie mit Bitcoin getätigt haben, sind zwar einsehbar, aber man sieht nur die Empfänger und Sender Bitcoin- oder Walletadresse genannt, die ja mind. 24 Ziffern lang ist. Es ist unmöglich, diese lange Adressen mit irgendeiner Person in Verbindung zu bringen.
Man kann ja auch nicht mit einer E-Mail auf Ihre Person zurückschliessen, ausser Sie verwenden Ihren Vor- und Nachnahmen in der Mailadresse. Die Bitcoinadresse 24 hat absolut nichts mit Ihnen zu tun und wird zufällig generiert und besteht nicht aus Ihrem Geburtsdatum als Beispiel. 

Das geniale an der Blockchain ist ja gerade, dass sie völlig transparent ist und dennoch ist Anonymität garantiert! Dieses Paradox ist zwar nicht unbedingt ganz neu, aber dennoch ein Geniestreich! Es ist vergleichbar mit der Demokratie, wo man Stimmen abgeben kann und dennoch weiss keiner, wer für was gestimmt hat.

Die Blockchain ist wie ein dezentrales Kassabuch oder Verzeichnis über Vorgänge, die zwar auf individuellen Handlungen beruhen (Bitcoins senden, Abstimmen etc.), aber nicht die Persönlichkeit des Menschen verletzt.

Das Problem ist aber, dass wenn man stets die Vergangenheit von Daten an die Gegenwart anhängt und verzeichnet, irgendwann soviel Daten entstehen, dass es sich nicht mehr möglich ist dies aufzuzeichnen. Deshalb muss beim Bitcoin immer mehr Leistung aufgewendet werden, um neue Transaktionen zu tätigen, da die elektrische Leistung und auch die Hardwareanforderungen stetig wachsen, um die Bitcoins zu schürfen. Darum ist der Bitcoin wie auch jede Kryptowährung wegen der Blockchain nur begrenzt herstellbar. Der Aufwand ist irgendwann einfach zu gross, die ganzen Daten stets zu reproduzieren oder darzubieten.  

Durch das Mining, also die Absegnung der Datenblöcke (Beglaubigung von Bitcoin Transaktionen in der Blockchain) von den Minern, werden Bitcoins als Belohnung ausgeteilt und so werden Bitcoins geschürft oder erschaffen. Dies ist eine sehr vereinfachte Form der sehr abstrakten und komplexen Produktion des Bitcoins.

Das Besondere der Blockchain ist zudem noch, dass die Blockchain auf allen Computern im Netzwerk simultan läuft und somit reguliert sich das Netzwerk selber und kann nicht zentral angegriffen werden theoretisch. Man spricht auch von dezentraler Regulierung. Es braucht keine Bank mehr, die zwischen dem Sender und Empfänger steht. 
Es braucht nur eine Bitcoinadresse und einen Internetanschluss. Wenn jemand eine Mail versenden und das Internet bedienen kann, wird diese Person auch Bitcointransaktionen tätigen können. Man muss es nur mal gemacht haben und dann ist es völlig klar. 

Bei der Blockchain redet man von Technologie, da der Vorgang der simultanen Datenverarbeitung durch alle Computer im Netzwerk am Anfang des Internets nicht möglich war. Es ist erst durch den digitalen Fortschritt ermöglicht worden. Erfindungen wie die Cloud, oder die der Open Source Projekte, ermöglichten erst die Idee und Technik der Blockchain.

Es gîbt nun etliche Projekte, die die Blockchain-Technologie nicht nur für Währungen anwenden möchten. Die Blockchain ist nichts anderes als ein dezentrales Kassabuch, auf das jeder im Netzwerk Zugriff hat und sich simultan aktualisiert auf allen Computern.
Also könnte man diese Technik auch für den Grundbucheintrag nutzen und so den Notar ersparen. Das Netzwerk würde den Eintrag beglaubigen und in der Blockchain könnte auch keiner die Daten des Eintrages mehr manipulieren, da die Blockchain nicht manipuliert werden kann, vor allem nicht die vergangenen Blöcke.

Die Etherum Blockchain, mit entwickelt von Microsoft, hat eine ganz interessante Blockchain erfunden. Dort kann man sogenannte Smart Contracts programmieren, die dann selbstständig sich regulieren und als Kontrolle zur Ausführung eingesetzt werden. Smart Contracts sind Programme, welche die Funktion von Verträgen übernehmen und somit kann man viele Funktionen eine Unternehmens von solchen Smart Contracts ersetzen lassen, was aber auch zu Arbeitsplatzverlusten führen kann.
Aber wir wissen, das neue Technologien stets Arbeitsstellen vernichten und auf der anderen Seite neue erschaffen.

Vor allem die Banken stehen der Blockchain skeptisch gegenüber, da ja über die Blockchain die Funktion des Mittelmannes wegfällt. Aber anstatt diese neue Technologie zu bekämpfen, können sie die positiven Eigenschaften nutzen und in ihrem Netzwerk zu Nutze machen. Bei Fragen und Anregungen Kontaktformular brauchen.