Was ist der Bitcoin?

Bitcoin als erste digitale Währung (Kryptowährung)

Bitcoin oder abgekürzt BTC wird seit 2009 geschürft (berechnet) und wurde unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto im White Paper (wissenschaftlicher Artikel vor allem IT Bereich) veröffentlicht und man weiss bis heute nicht genau, ob das eine Person, eine Gruppe oder sogar ein Staat oder Organisation sein könnte.

Auf jeden Fall wurde mit dem Bitcoin die erste digitale Währung (Kryptowährung) erschaffen. Es war nicht der erste Versuch, eine digitale Währung zu etablieren, aber der erste erfolgreiche Versuch. Der Bitcoin wird im Jahre 2040 mit 21 Millionen Stück zum letzen Mal geschürft und danach ist das Bitcoinprotokoll Geschichte. Es wollen immer mehr Leute den Bitcoin besitzen und als Zahlungsmittel in Shops ist der Bitcoin auch immer mehr anerkannt. Deshalb hat der Wert dieser Währung einen solchen Kursanstieg verzeichnet.  

Wieso?

Angebot und Nachfrage heisst hier die ganz einfache Formel. Der Bitcoin ist begrenzt und es wollen immer mehr den Bitcoin besitzen, also folglich Preissteigerung. Also ist es eine Wertanlage und dies entdecken nun auch Spekulanten und Personen, die ihrer Währung nicht mehr trauen und den Werteverfall entegegenwirken wollen. Der Bitcoin ist nicht inflationär, wie die traditionellen Währungen, sondern deflationär, was heisst dass er an Wert gewinnt und nicht verliert.

Unsere übliche Währungen können gedruckt werden und zwar unendlich, deshalb verliert das Papiergeld stets an Wert. Genau dies ist beim Bitcoin nicht der Fall, da im Jahre 2040 kein Bitcoin mehr produziert (geschürft) werden wird. Zurzeit sind etwa 16 Millionen Bitcoins prodziert worden und man kann vom ersten Tag an der Produktion alle Transaktionen von Bitcoins mitverfolgen über die Blockchain. (dazu siehe nächstes Kapitel)

Es wird immer schwieriger, den Bitcoin herzustellen oder zu berechnen oder eben zu schürfen. Es braucht immer mehr Leistung, um die gleiche Menge an Bitcoins zu schürfen und man schätzt, dass der Preis noch bis zu 40000$ pro Coin und mehr steigen könnte!

Am Anfang im 2009 konnte man noch mit dem Laptop Bitcoins schürfen und so einige Bitcoins pro Tag verdienen. Heute gibt es sogenannte Farmen, wo riesen Hallen stehen vollgestopft mit Hardware, die nichts anderes als Bitcoins und andere Kryptowährungen schürfen und es ist unmöglich geworden, mit seinem Laptop noch gegen diese Rechenzentren anzukommen. Da Bitcoin auf Kryptographie beruht, ist dieses System sehr sicher, zumindest in der Theorie.

Der Bitcoinpreis war etwa einen Cent Wert, als er im Jahre 2009 das erste Mal geschürft wurde. 
Der Bitcoin kostet mittlerweile mehr als eine Unze Gold! Deshalb wird der Bitcoin immer genauer unter die Lupe genommen, auch von Grossinvestoren und anderen Anlegern.

Theoretisch kann der Bitcoin ins unermessliche steigen! Ich nehme mal ein schlechtes Beispiel, aber nur um es extrem anschaulich zu machen. Wie hoch ist der Wert einer Mona Lisa? Eben, unbezahlbar!
Es gibt zwar nicht nur einen Bitcoin, aber 21 Millionen sind auch nicht grad viel für eine Weltwirtschaft.

Der Bitcoin kann extrem kleine Werte annehmen, denn man kann den Bitcoin bis 8 Stellen nach dem Komma herunterbrechen. Das heisst, dass irgendwann vielleicht auch mit 0.00000001 Bitcoins etwas gekauft werden kann. Zurzeit sind 1 Bitcoin über 2000$ Wert und 0.001 Bitcoin etwa zwei Franken.  

Bitcoin ist eine experimentelle neue Währung und wird aktiv weiterentwickelt. Auch wenn es mit steigender Nutzung immer weniger experimentell wird, sollten man bedenken, dass Bitcoin eine neue Erfindung ist, obwohl seit 2009 Bitcoins produziert werden. Man schätzt, dass in etwa zwei Jahre ein fünftel aller Haushalte in der Schweiz wissen werden, was Kryptowährungen und somit BTC sind.

Bitcoin ist keine offizielle Währung. Allerdings sehen die meisten Gesetzgeber immer noch Einkommens-, Umsatz- und Lohnsteuer, sowie Kapitalertragssteuern auf alle Anlagen, inklusive Bitcoin, vor.
Es liegt in Ihrer Verantwortung sicherzustellen, dass Sie eventuell erforderliche Steuern bezahlen und andere von Ihrer Regierung und/oder Gemeinde beschlossenen rechtlichen oder regulatorischen Erlässe einhalten!

Es ist auf jeden Fall ein Geniestreich, dass man Wert tauschen kann und es dazu überwacht wird und dies auch ohne staatliche Regulierung, oder dass eine Bank dazwischen steht!
Die Transaktionen sind deshalb einiges günstiger mit Bitcoin als über den üblichen Weg. 

Bitcoins können jederzeit versendet und empfangen werden und nicht wie bei dem üblichen Transfer, wo man nur unter der Woche und tagsüber Geld transferieren kann.

Wenn eine Zahlung versendet wurde im Bitcoin Netzwerk, dann ist sie weg und unumkehrbar! Man kann sie zwar in der Blockchain nachverfolgen, aber weg ist weg. Deshalb muss man immer genau kontrollieren, dass man an die richtige Adresse die Ein- oder Auszahlung macht.

Eine Bitcoinadresse ist sehr lang und damit sehr sicher, aber beim vergessen des Passwortes kann nicht mehr auf seine Walletadresse zugegriffen werden! Wenn man eine Mail versenden kann, dann kann man auch Bitcoins versenden und empfangen, aber es braucht ein bisschen Übung darin. 

In paar Jahren wird wahrscheinlich jeder zweite Shop einen Bitcoinkleber am Ladenfenster haben und Bitcoins akzeptieren.

Wie bezahlt man dann?

Mit seinem Bitcoin-Wallet auf dem Handy. Man braucht nichts anderes als das Internet und ein Bitcoin Wallet